Pecha Kucha Night Dessau #6

Nicht um den heißen Brei herum reden. So kann man vielleicht Pecha Kucha bezeichnen, was sinngemäß übersetzt „wirres Gelaber“ bedeutet. Pecha Kucha ist eine Präsentationstechnik mit 20 Folien und je 20 Sekunden Zeit. Also insgesamt 6 Minuten 40 Sekunden in der man „auf Sendung“ ist. Mehr könnt ihr gern auf Wikipedia nachlesen 😉

Ich habe zuvor noch nie was von Pecha Kucha gehört oder gelesen. Erst als Christian – einer der Organisatoren von Pecha Kucha Night Dessau, mich kontaktierte und fragte ob ich Lust hätte einen Vortrag zu machen, in dem ich mein Fotoprojekt „Das ist Dessau“ vorstelle, informierte ich mich.

Und ich dachte, was!? Ich soll in 6 Minuten 40 Sekunden einen was erzählen? Und das auch noch vor Zuhörer? Ich, der noch nie einen Vortrag gemacht hat? Und ich soll meine größte Schwäche bezwingen? Und das auch noch im Bauhaus, wo ich mein Fotoprojekt mit Ansichten abseits vom Bauhaus beschreibe. Nee, das krieg ich doch niemals hin.

Aber andererseits dachte ich mir, dass die Menschen vielleicht interessant finde könnten, was ich zum Projekt erzähle. Und was vielleicht noch wichtiger ist, dass die Gäste die Geschichten interessant finden, die die 20 Bilder erzählen. Nach kurzem hin und her (ich mache es, ich mache es nicht, ich überlege es mir in der Pause) sagte ich zu Christian während der Veranstaltung: ja ich mache es!

Jetzt bin ich dran

In der Pause trank ich noch ein kleines Bierchen. Ich weiß nicht ob es der Durst war oder ob ich mir Mut antrinken wollte. Vermutlich Letzteres. Denn irgendwie half es meine Nervosität und Aufregung sehr schnell abzulegen und ich redete laberte wirres Zeug vor mich hin. Aber jeder hat verstanden was ich sagte. Meine übermittelten Informationen sind angekommen. Ebenso die Geschichten, die meine Bilder an diesem Abend selbst erzählten.

Ich erzählte unter anderem auch, dass meine Bilder keine Kunst sei. Dass ich keine technische Perfektion in meinen Bildern verlange. Im Vordergrund steht immer die Geschichte, die ich damit transportieren und der Welt zeigen möchte.

Ich finde, so wirklich vorbereiten und planen kann man einen Vortrag bei Pecha Kucha nicht. Denn es gibt ja keine Notizen. Man muss schon viel spontan erzählen. Ich selbst habe mir als Hilfe nur das Bild „Macht Theater“ als „Wegmarke“ ausgesucht.

Macht Theater

Wenn dieses Bild erscheint, erzählte ich, warum ich die Fotos nur in Schwarz/Weiß zeige. Und dieses Thema ist die Überleitung zum Ende. Denn der Betrachter soll die eigene Fantasie benutzen und sich vorstellen welche Farben im Bild sein könnten. Denn die Fantasie ist bekanntlich „Grenzenlos“. Mein Vortrag endete also pünktlich 🙂

Grenzenlos

Das Echo danach

Ich bekam auf meinen Vortrag und meine Fotos positive Kritiken. Mein Vortrag war sogar eines der Favoriten von jemandem 😉 Und ich bekam auch zu hören, dass ich nichts hätte sagen brauchen, da die Bilder ihre eigene Geschichte erzählt hätten. Hätte das ich doch vorher gewusst 😀 Es sind tolle Gespräche und Kontakte dadurch entstanden. Ebenso, das man noch mit den Bildern machen kann.

Ach ich freue mich so sehr! Und ich bin eine Erfahrung reicher! 🙂

Vielen Dank an Christian und alle anderen Organisatoren von Pecha Kucha Night Dessau für die Einladung, die Zusammenstellung der Bilder und Mutmachung! 🙂

Wer auch ein Vortrag bei Pecha Kucha Night Dessau halten möchte, kontaktiert bitte die Organisatoren: PechaKuchaDessau@gmail.com

Impressionen

Vielen Dank an das Team von © Pecha Kucha Night Dessau für die Genehmigung diese Bilder hier zu zeigen.

Veröffentlicht von Jing Zhou

Fotografie ist ein Hobby und ich liebe es. Und hier in meinem Blog möchte ich meine Erfahrungen und Gedankengänge zur Fotografie mit anderen teilen. Hauptberuflich erstelle ich individuelle WordPress-Themes. Außerdem betreibe ich das Fotoprojekt Das ist Dessau - Alltagsgeschichten in Bildern

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