Oury-Jalloh-Demo aus fotografischer Sicht

Oury-Jalloh-Demo findet jedes Jahr statt. Und dies ist das erstmal, dass ich es mit der Kamera begleitet habe.

Ich nahm wie immer meine Canon 17-40 mit. Daneben packte ich noch das Sigma 10-12 und das Canon 50er F/1.4 Objektiv mit. Nur blieb meine klein Fuji X100T zu Hause, weil ich der Meinung war, dass das 17-40er schon reichen würde. Aber ich bereute es später. Alle Objektive kamen zum Einsatz. Meisten das 10-20er, weil ich vor hatte mich unter den Demonstranten zu mischen. Ich wollte wie immer mitten drin sein, statt nur dabei. Nicht auszuschließen, dass ich auf den einen oder anderen Foto oder Video in der Presse zu sehen bin.

Ich war hauptsächlich vorne, an der Spitze des Demonstrationszuges. Mal begleitete ich es von der Seite oder vor vorne.

Und noch ein Wort zur Teilnehmerzahl. Dass es dieses mal sehr viele Teilnehmer waren, erahnte ich schon beim beobachten. Ich konnte zum Teil das Ende gar nicht ausmachen. Geschweige denn davon, wo es endet.

Das leidige Thema Objektiv-Wechsel ohne Zweitkamera

Es war zu erwarten, dass ich Situationen vorfinden werden, wo ein Objektiv-Wechsel angebracht wäre. Und so kam es auch. Und mit nur einer Kamera, war es wirklich nervig und zeitraubend. Ich hätte wirklich meine Fujifilm X100t mitnehmen solle. Dann wäre es mit der Canon 7D und Sigma 10-20mm das perfekte Paar gewesen. Aber so musste ich eben wechseln und mir kam wieder der Sinn eine Zweitkamera für solche Zwecke zu holen.

Einer der Fotografen hatte auch eine Canon 7D. Es scheint, als sei es immer noch gut genug 😉

Trotz Objektiv-Wechsel und die damit verlorene Zeit auch gute Nahaufnahmen mit der 50mm Festbrennweite machen. Geduld ist manchmal auch notwendig. Vieles kann man nicht planen oder voraussagen. Aber sich mental vorbereiten um dann einen Tick schneller zu reagieren. Das ist hilfreich.

Mein Eindruck von der Demo selbst

Es war sehr laut und immer wieder schrien die Demonstranten unüberhörbar.

Oury Jalloh, das war Mord!

In Ihren Gesichtern konnte ich Überzeugung, Entschlossenheit erkennen. Sie wissen, dass Sie das richtige, das notwendige tun. Sie wollen wieder kommen und dies konnte man durchaus als Versprechen verstehen.

Auch wenn der Name Oury-Jalloh-Demo lautet, so wurde auch andere Opfer von Rassismus gedacht. Unter anderem auch Alberto Adriano im Stadtpark gedacht. Hier wurden von verschiedenen Menschen Blumen und ein Foto von Alberto niedergelegt. Im Hintergrund brennt eine wärmende Kerze.

Dieses Jahr gab es auch mehr Teilnehmer als zuvor. Die bisherigen Schätzungen betragen 2500 bis 5000.

Hier geht’s zur Fotogalerie der Demo

Veröffentlicht von Jing Zhou

Fotografie ist ein Hobby und ich liebe es. Und hier in meinem Blog möchte ich meine Erfahrungen und Gedankengänge zur Fotografie mit anderen teilen. Hauptberuflich erstelle ich individuelle WordPress-Themes. Außerdem betreibe ich das Fotoprojekt Das ist Dessau - Alltagsgeschichten in Bildern

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