Jing ZhouVerliebt in Fotografie

Bokeh! Einfach verrückt danach!

Bokeh! Einfach verrückt danach!

Bokeh muss man in der Fotografie einfach lieben. Ich tue es und gebe euch Tipps, wie man es „erstellt“. Aber Vorsicht, Bokeh macht süchtig!

Jeder hat sie schon mal auf Fotos gesehen, die unscharfen Stellen auf Fotos, wo alles so schön verschwimmt. Und oft sind noch runde Lichtpunkte zu sehen und dabei werden die eigenen Augen noch größer und man stellt sich die Frage: Wie geht das?

Inside the bokeh

Zugegeben, als ich mit der Fotografie angefangen hatte, war mir der Begriff Bokeh noch fremd. Doch mittlerweile ist der Begriff Bokeh nicht mehr wegzudenken und schon gar nicht auf den Fotos. Denn das Bokeh, verleiht dem Bild das gewisse Etwas, eine Art Magie und man möchte gar nicht mehr wegschauen.

Die Schärfentiefe und was es beeinflusst

Mit Bokeh bezeichnet man die Qualität des Hintergrundes. Also die Bereiche auf dem Foto, die nicht scharf sind. Man sagt dazu Schärfentiefe (oder auch Tiefenschärfe). Eine geringe Schärfentiefe auf dem Bild, bedeutet ein kleiner Bereich auf dem Bild, welches scharf ist.  Das heißt auch, je geringer die Schärfentiefe auf dem Bild, desto größer der unscharfe Bereich – und sind von verschiedenen Faktoren abhängig.

  • Die verwendete Blende: Je offener die Blende (z.B. Blende 1.4), desto unschärfer wirkt der Hintergrund.
  • Die Brennweite des Objektivs: Je größer die Brennweite (z.B: 200mm), desto verschwommener wirkt der Hintergrund.
  • Der Abstand vom scharf gestellten Motiv zum Hintergrund/Vordergrund: Je weiter weg der Hintergrund/Vordergrund ist, desto unschärfer wirkt dieser.
  • Der Abstand von der Kamera zum Motiv: Je näher du mit der Kamera dran bist, umso kleiner ist die Schärfentiefe und somit wird auch der Hintergrund eher unscharf.
  • Der Sensor der Kamera: Je kleiner der Sensor, desto schärfer wirkt der Hintergrund, auch wenn ein kleinerer Blendenwert (z.B: 2.8) gewählt wird.

42 Bokeh / 50mm / F1.4

Waiting perspective / 85mm / F1.8

Zur Offenblende sei noch ein Details gesagt, dass die Anzahl der Blendenlamellen darauf Einfluss hat, ob das Bokeh eine Feine Rundung hat oder ob es sich dabei nur um ein „Kreis“ mit vielen Ecken hat. Aber keine Sorge, dass ist wirklich nur ein Detail und die „Ecken“ sieht man zum Beispiel nur ab einem bestimmen Blendenwert, weil die Blende „geschlossen“ wird.

Wenn du jetzt immer noch nicht weiß was du machen sollst, dann sei dir gesagt, dass ich auch nicht weiß, was du machen sollst 😉 Es hängt davon ab was du fotografieren möchtest. Allgemein solltest du in lichtstarke Objektive, das heißt in Objektiven mit kleinen Blendenzahlen investieren. Denn diese Art von Objektiven gibt’s in verschiedenen Brennweiten-Bereichen, sowohl als Festbrennweiten, als auch Zoom-Objektive. Es gibt noch weitere Vorteile bei lichtstarken Objektiven. Diese habe ich in meinem Blogartikel zum AV-Modus beschrieben.

Ich persönlich habe – als ich noch oft mit der DSLR unterwegs war – hauptsächlich ein 30mm F1.4 für alltäglichen Dinge genutzt. Für Sport dann ein 70-200mm F2.8.

Bokeh-Kreise schon im Vorfeld sehen

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Bokeh-Kreise am besten Nachts fotografieren kann, wenn viele Lichter eingeschaltet werden. Sei es zum Beispiel in Kaufhäusern, an Streißenkreuzungen mit Ampeln, wenn Autos ihre Lichter einschalten oder auch – weil es kurz bevor steht – beim Silvesterfeuerwerk. Am Tage mag es auch möglich sein, doch ich persönlich fotografiere lieber nachts. Oder anders ausgedrückt. Nachts sieht es einfach geiler aus!

Silvesterfeuerwerk - 50mm / F1.8

I am Nikon / 30mm / F1.4

Wait and look / 85mm / F1.8

Egal wann du losziehst und Bokeh-Kreise hinterher jagst, du wirst jedenfalls sicherlich deinen Spaß daran haben Fotos mit coolen Bokehs zu machen. Und ich möchte dich vorwarnen, es macht süchtig 😉

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