Canon 70-200mm F2.8L USM non IS für Sportfotografie

Vor etwa zwei Jahren habe ich festgestellt, dass Sportfotografie mein Interesse geweckt hat. Meine Teilnahme an der zweiten Dessauer Boxnacht, wo ich am Ring fotografieren konnte, hat mir sehr viel Spaß bereitet. Jedoch hatte ich auch festgestellt, dass ich ein anständiges Telezoom-Objektiv benötige. Bis dahin hatte ich nur drei Festbrennweiten und das Canon 17-40mm Zoom-Objektiv. Nicht gerade die optimale Ausrüstung für Sportfotografie. Festbrennweiten sind zwar lichtstark, jedoch meiner Meinung nach in den meisten Situationen zu unflexibel, wenn es um Sportfotografie geht.

Welches Tele-Objektiv für Sportfotografie?

Wenn es um eine Neuanschaffung geht, steht immer die Frage im Raum, welches Objektiv kaufe ich? Feststeht, dass ich ein lichtstarkes Tele-Objektiv wollte. Das heißt 2.8er Blende – durchgängig. Und schon konnte ich die Auswahl zumindest ein wenig eingrenzen. So, dass verschiedene Objektive mit dem Zoombereich 70-200mm in Frage kamen.

Diese waren:

Ihr habt sicherlich schon mitbekommen, dass ich mich zum Schluss für das Canon EF 70-200mm f/2.8L USM entschieden hatte.

Canon 70-200mm F2.8L USM non IS

Wieso nicht das Sigma 70-200mm F2,8 EX DG OS HSM?

Das Sigma 70-200mm F2,8 EX DG OS HSM ist von den technischen Spezifikationen her ein feines Objektiv. Mit eigentlich allen technischen Features, die man haben kann. Unter anderem ein eingebauter Bildstabilisator (Sigma kennzeichnet es mit OS = Optischer Stabilisator). Allerdings hat mich die Bildqualität nicht so ganz überzeugt, als ich die Testbilder bei dpreview.com gesehen hatte. Außerdem befindet sich der Zoomring weiter vorne und ich konnte mir das nicht vorstellen, dass ich mich daran gewöhnen könnte.

Das waren meine Hauptgründe, weshalb ich mich dagegen entschieden hatte.

Wieso nicht das Tamron SP 70-200mm F/2.8 Di VC USD?

Wie das Sigma bietet auch das Tamron SP 70-200mm F/2.8 Di VC USD einen eingebauten Bildstabilisator. Bildqualität scheint wirklich sehr gut zu sein. Allerdings gibt es da ein kleines Detail zum Handling, die mich stört: die Drehrichtung des Zoomrings entgegengesetzt zu Canon. Das heißt, um von 70mm auf 200mm zu zoomen, muss man den Zoomring im Uhrzeigersinn drehen. Also wieder etwas, wo ich mich umgewöhnen müsste. Und das wollte ich nicht. Ich hatte in der Anfangszeit ein günstiges Tamron 70-300mm. Nach jedem Objektiv-Wechsel von Canon auf Tamron und umgekehrt drehte ich den Zoomring in die falsche Richtung und wunderte mich, warum ich nicht ein-/auszoomen konnte.

Also fiel auch das Tamron aus der Liste.

Nun also das Canon EF 70-200mm f/2.8L USM

Also blieb eigentlich nur das Canon EF 70-200mm f/2.8L USM über, wofür ich mich entschieden hatte. Die Bildqualität ist wirklich sehr gut. Und ich muss mich nicht an das Handling gewöhnen. Das heißt, der Zoomring ist nicht zu weit vorn am Objektiv wie beim Sigma und die Drehrichtung des Zoomrings ist genauso wie bei meinem Canon 17-40mm Objektiv.

Canon 70-200mm F2.8L USM non IS

Ist euch aufgefallen, dass ich mich für ein Objektiv ohne Bildstabilisator entschieden hatte? Richtig, das genannte Canon Objektiv hat es nicht. Warum? Weil ich ein Objektiv für Sportfotografie wollte. Und bei Sport bewegen sich die Sportler schnell, sehr schnell. Dafür wurde der Bildstabilisator nicht entwickelt. Der Bildstabilisator gleich eigene Verwacklung aus, nicht jedoch die Bewegung des Motivs. Es ist zum Beispiel natürlich schön, wenn man mit 1/25s bei 200mm ein Foto machen kann ohne zu verwackeln. Allerdings haben sich die Sportler in diese 1/25s schon zu schnell bewegt, so dass das Motiv selbst „verwackelt“ ist und nicht mehr scharf zu sehen ist.

Jeder hat eigene Anforderungen

Ich möchte hier betonen, dass ich mit diesen Erfahrungsbericht zu meiner eigenen Entscheidungsfindung weder das Sigma noch das Tamron Objektiv schlecht machen bzw. das Canon Objektiv schön reden will. Diese Objektive haben alle ihre Daseinsberechtigung und Qualitäten. Egal wie man sich letztendlich entscheidet, ich glaube nicht, dass man sich falsch entscheiden kann. Es sind die Details, die Feinheiten die jeder einzelne als wichtig oder unwichtig betrachtet, um die eigene Entscheidung zu treffen.

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Letzte Aktualisierung am 24.02.2018 um 20:35 Uhr / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Veröffentlicht von Jing Zhou

Fotografie ist ein Hobby und ich liebe es. Und hier in meinem Blog möchte ich meine Erfahrungen und Gedankengänge zur Fotografie mit anderen teilen. Hauptberuflich erstelle ich individuelle WordPress-Themes. Außerdem betreibe ich das Fotoprojekt Das ist Dessau - Alltagsgeschichten in Bildern

  1. von Bokeh! Einfach verrückt danach! | Jing Zhou - Fotografie / WordPress / Webdesign am 21. November 2016 13:46 Uhr

    […] Ich persönlich habe – als ich noch oft mit der DSLR unterwegs war – hauptsächlich ein 30mm F1.4 für alltäglichen Dinge genutzt. Für Sport dann ein 70-200mm F2.8. […]

    Antworten

  2. von Hallenfußball fotografieren | Jing Zhou - Fotografie / Webdesign / WordPress am 18. Februar 2017 10:24 Uhr

    […] Bei der Kamera war mir klar, dass hier nur meine Canon 7D zum Einsatz kommt. Und dass ich auch das Canon 70-200mm F2.8 mitnehme, trotz des Problems in der Hoffnung, dass es […]

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