Selbstständig – Meine Zwischenbilanz

Vor etwas mehr als einem halben Jahr habe ich mich nebenberuflich selbstständig gemacht. Zeit für eine Zwischenbilanz mit dem was lief und was nicht lief.

Was lief nicht nach Plan?

Der Online-Shop
So gut wie nichts lief so wie ich es mir vorgestellt hatte. Meine Idee war es, einen eigenen Online-Shop zu betreiben um einige ausgewählte Bilder als Download inkl. einer Nutzungslizenz anzubieten. Und was war das Resultat? Kein einziges Bild wurde über den Online-Shop verkauft. Nur 3 Bilder über eine allgemeine Email-Anfrage.

Ich muss hierbei jedoch unbedingt erwähnen, dass ich selbst den Online-Shop vernachlässigt habe. Insbesondere habe ich es nicht geschafft die Bilderdatenbank immer aktuell zu halten und mit neue Bilder zu füllen. Wobei ich jetzt im nachhinein Zweifel habe, ob es dadurch besser geworden wäre.

Momentan spiele ich mit dem Gedanken den Online-Shop zu deaktivieren. Denn dieser verschlingt Fixkosten im kleinen, sehr kleinen zwei-stelligen Betrag. Aber auch dieses Geld muss ja erwirtschaftet werden 😉

Poster-/Leinwand-Vertrieb über externen Anbieter
Eine weitere Idee war es, Poster, Leinwände und Co über einen lokalen Anbieter zu vertreiben. Aber auch diese Idee war bisher nicht erfolgreich. Lediglich ein einziger Verkauf kam zu Stande. Und dies sogar erst vor wenigen Tagen. Ich habe mir persönlich mehr erwartet, zumal meine Motive eine ganz spezielle Ziel-/Kundengruppe hat. Ich muss aber auch anmerken, dass im Shop des externen Anbieter bisher auch nur ein Foto auswählbar ist. Wer weiß wie viele Verkäufe generiert werden können, wenn dort mehr Motive vorhanden sind.

Es bleibt spannend dies zu erfahren. Und weil ich hierbei keine Fixkosten habe, wird diese Idee weiter verfolgt. Ziel ist jedoch, dass nächste Jahr mehr Motive aufgenommen werden soll.

Was lief nach Plan?

Kalenderverkauf
Ich hatte im Sommer die wahnwitzige Idee einen Kalender aus den Motive meines Projektes „Das ist Dessau – Alltagsgeschichten in Bildern“ zu verkaufen. Eine Online-Druckerei mit guten Konditionen und Software habe ich schnell gefunden.

Für den ersten Test, habe ich 25 Kalender bestellt. Mein Ziel war es, so viele Kaledner zu verkaufen, damit mindestens die Produktionskosten gedeckt werden können. Dafür habe ich mir extra eine Excel-Tabelle angelegt, worin auch berechnet wird ab wann ich Gewinn erziele. Es war motivierend die Zahlen zu aktualisieren 😉 Innerhalb eines Monats wurden die meisten schon verkauft und ich konnte tatsächlich Gewinn durch den Verkauf machen. Ich war selbst sehr überrascht.

Ob ich nächste Jahr einen weiteren Kalender verkaufe, werde ich wohl erst im Frühjahr entscheiden. Bis dahin muss ich noch für schöne Motive sorgen 😉

Weiter machen

Auch wenn das eine oder anderen nicht nach Plan verlief und mich ein wenig ärgert, habe ich mit anderen Dienstleistungen (u. a. Webdesign) etwas verdient und zumindest keinen finanziellen Verluste gemacht. Das war mein Mindestziel. Trotzdem bin ich am überlegen, ob ich den Online-Shop deaktiviere und die dadurch entstandenen Ausgaben von den Fixkosten streichen kann.

Insgesamt war es ein gutes, erstes Jahr und wenn das zweite Jahr auch so verläuft, dann lohnt es schon Zeit zu nehmen und zu investieren in die eigene Selbstständigkeit – auch oder gerade wenn es nebenberuflich ist.

Veröffentlicht von Jing Zhou

Fotografie ist ein Hobby und ich liebe es. Und hier in meinem Blog möchte ich meine Erfahrungen und Gedankengänge zur Fotografie mit anderen teilen. Hauptberuflich erstelle ich individuelle WordPress-Themes. Außerdem betreibe ich das Fotoprojekt Das ist Dessau - Alltagsgeschichten in Bildern

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